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Wahlmonarchie in Südostasien, 329 759 km², 26,1 Mio. Einwohner, Hauptstadt Kuala Lumpur, Amtssprache Malaiisch.
== Land und Leute ==
Die beiden Landesteile von Malaysia liegen über 600 km voneinander entfernt, sie verbindet die überwiegend malaiische Bevölkerung (65,1 %, 26 % Chinesen, 7,7% Inder und andere austronesische Minderheiten) und ein Bündnis von 13 Fürstentümern, die alle 5 Jahre den König wählen. Westmalaysia besteht aus Malakka und vorgelagerten Inseln, Ostmalaysia umfasst den Norden von Borneo. Malaysia befindet sich im Umbruch von einem Agrar- zu einem modernen Industriestaat. Bedeutend sind noch Pfeffer, Palmöl und Kautschuk, den Export bestimmen aber schon Fahrzeuge (gebaut mit japanischem Know-how), Stahl, Chemie und Elektronik; Unternehmen v. a. angesiedelt in der und um die Hauptstadt und bei Penang.
== Geschichte ==
Lange zu indonesischen Großreichen gehörend, wurde Malakka 1511 von den Portugiesen erobert, denen 1641 die Niederländer und im 19. Jh. die Briten folgten. Im 2. Weltkrieg besetzte Japan sowohl Malakka als auch Borneo und förderte die Unabhängigkeitsbewegungen. 1948 wurde aus 9 Sultanaten und 2 britischen Besitzungen der Malaiische Bund gegründet. Der erste Premierminister, Tunku Abdul Rahman, erreichte 1963 den Zusammenschluss mit dem ehemals ebenfalls britischen Nordborneo zur Federation of Malaysia, was zum Konflikt mit Indonesien führte. 1965 trat das mehrheitlich von Chinesen bewohnte Singapur aus der Föderation aus, die einen blockfreien Kurs einschlug. Die weiter schwelenden ethnischen Spannungen wurden in den 1970/80er Jahren verschärft durch den Zustrom von Flüchtlingen aus Vietnam und Kambodscha. In jüngerer Zeit Probleme durch islamischen Fundamentalismus sowie Spannungen zwischen Malaien und indischer Minderheit.